Auswahl geeigneter Montagelösungen

Bei der Wahl eines geeigneten Blindniet-Setzwerkzeuges können folgende Fragestellungen behilflich sein.

1. Welche Blindniete oder Blindnietmutter soll verarbeitet werden?

Ausschlaggebend ist hier die Nietdornbruchkraft bzw. notwendige Zugkraft um den Blindniet/Blindnietmutter ausreichend zu verformen. Diese ist umso geringer, je kleiner die Abmessung des Blindnietes und je weicher der verwendete Blindniet-Werkstoff ist. Grundsätzlich muss das Werkzeug für die zu setzende Blindniete ausgelegt sein.

2. Welche Stückzahlen werden verarbeitet?

Bei den Werkzeugen verhält es sich genauso wie bei anderen Gebrauchsgegenständen: je intensiver das Werkzeug an der äußersten Kapazitätsgrenze belastet wird, desto schneller verschleißt es auch. Im Zweifel sollte das nächst stärkere Werkzeug gewählt werden.
Bei den mechanischen Handgeräten ist zudem darauf zu achten, dass in der Regel der Kraftaufwand zum setzen umso größer ist, je kleiner das Gerät ist. Bei hohen Stückzahlen also besser elektro-mechanische oder pneumatische Geräten verwenden. Bei sehr hohen Stückzahlen ist in Abhängigkeit weiterer Faktoren die wirtschaftlichste Lösung zu projektieren.

3. Mobile oder stationäre Montage?

Für die mobile, sporadische Montage eignen sich die kleinen Handgeräte, sie passen gut in eine Werkzeugkiste. Bei größeren Blindnieten oder Blindnietmuttern die mehr Setzkraft benötigen sollte man eine Hebelzange verwenden, die Kraftübertragung ist durch die größere Hebelwirkung wesentlich besser. Wenn größere Stückzahlen mobil verarbeitet werden müssen, eignen sich Akku-Setzgeräte.
Pneumatische Geräte können zwar auch mobil eingesetzt werden, erfordern jedoch immer eine entsprechende Druckluftversorgung, sie werden daher vornehmlich stationär eingesetzt. Stabnietgeräte und spezielle Arbeitsplätze sind nur für die stationäre Montage geeignet.

4. Welche Montagequalität muss erreicht werden?

Die Montagequalität ist umso besser, je ermüdungsfreier der Werker arbeiten kann und je standardisierter und flüssiger der Montageablauf organisiert ist - hierfür gibt es viele Hilfsmittel. Bei hohen Fehlerfolgekosten, wie man sie z. B. im Automotivebereich antrifft, können entsprechende Kontrollsysteme den Montageprozess überwachen. Als Faustformel kann man festhalten, je besser die Montageausrüstung, desto besser die Montagequalität.